Jeden Monat beleuchten wir eine brennende Frage aus unseren Clustern und Kompetenzthemen, aus verschiedenen Blickwinkeln der tfz-Community.
Im Juli besprechen wir die Frage:
Life-Science-Standort Schweiz: Exzellenz oder Erosion?
Was macht die Innovationskultur des Schweizer Pharma-, Medical- und Biotech-Standorts einzigartig – wodurch ist dieser Vorsprung bedroht, und wie erhalten wir ihn? Ein Vorgeschmack auf tfz Innovation Inside Pharma vom 3. September.
"Die Schweizer Innovationskraft beruht auf einzigartiger Dichte: Weltkonzerne, Biotech-Start-ups, Spitzenforschung und ein verlässliches Regulativ auf engstem Raum – Resultat: höchste Patentdichte weltweit und attraktive Arbeitsplätze. Dieser Vorsprung gerät unter Druck: zäher Marktzugang, Kostendämpfung und die neue Rolle als US-Referenzland gefährden künftige Investitionen. Damit der Standort führend bleibt, braucht es eine klare Pharmastrategie und schnelleren Zugang für Patienten – Gesundheitspolitik ist auch Standortpolitik."
"Der Schweizer Pharma-Standort lebt von der kurzen Distanz zwischen Spitzenforschung und Industrie – bei TransHeps sind wir UZH-Spin-off und bereiten gerade die Zusammenarbeit mit einer grossen Schweizer Pharmafirma vor, parallel zur Prüfung durch die FDA. Diese Nähe entsteht nicht zufällig, sie wird aktiv gepflegt. Bedroht wird sie durch zu wenig Wagniskapital für die Frühphase und regulatorische Prozesse, die mit wissenschaftlichem Fortschritt kaum Schritt halten. Um den Vorsprung zu erhalten, braucht es mutigeres Frühphasen-Investment und Behörden, die aktiv den Dialog mit innovativen Start-ups suchen."
"Die Schweiz gehört zu den führenden Life-Science-Standorten der Welt. Diese Position basiert auf dem Zusammenspiel von exzellenter Forschung, international vernetzten Unternehmen und hochqualifizierten Fachkräften. Aufgrund der tektonischen geopolitischen Verschiebung verschärft sich der internationale Wettbewerb um Talente, Investitionen und Innovationen. Damit die Schweiz auch künftig ein attraktiver Standort bleibt und neue medizinische Erkenntnisse rasch den Patientinnen und Patienten zugutekommen, sind gezielte Verbesserungen der Rahmenbedingungen erforderlich. Dazu gehören attraktive Voraussetzungen für klinische Forschung, ein verantwortungsvoller und praktikabler Zugang zu Gesundheitsdaten, effiziente und planbare Verfahren, ein zeitnaher Zugang zu Innovationen sowie eine klare Life-Sciences-Strategie."
Wie sicher ist der Life-Science-Vorsprung der Schweiz aus Deiner Sicht? Wir freuen uns auf Deine Perspektive – in den Kommentaren zum passenden Beitrag auf LinkedIn oder direkt an einem unserer Events.
Vertiefe das Thema live: an tfz Innovation Inside Pharma vom 3. September.
Mehr Tiefgang gefällig? Exklusive Inhalte, Whitepaper und Event-Aufzeichnungen findest Du in der tfz Insider Area.