Jeden Monat beleuchten wir eine brennende Frage aus unseren Clustern und Kompetenzthemen, aus verschiedenen Blickwinkeln der tfz-Community.
Im September besprechen wir die Frage:
Wie viel Mensch braucht eine «Predictive World»?
Je mehr die Technologie voraussagt, desto mehr Kontrolle geben wir ab. Doch wie viel Mensch braucht eine «vorhersehbare Welt»? Ein Vorgeschmack auf den Zuger Innovationstag am 15. September.
«Technologie und Innovation – Völlig digital oder? Alles ist online verfügbar, man könnte meinen, ganz ohne Torwächter und Eintrittshürden. Ein Klick – Problem gelöst. Das mag in der Theorie sein, aber die Praxis sieht anders aus. CSEM lebt Technologietransfer, und ich kann sagen: Es menschelt dort. Die Partner öffnen geschützte Bereiche, zeigen kritische Punkte, entwerfen grosse Ideen. Vertrauen und Verbindlichkeit, kurze Wege, dieselbe Kultur sind für die weiteren Schritte ganz wesentlich. Dort ist der Mensch nicht zu ersetzen.»
«Kontrolle abzugeben ist dort ein Gewinn, wo ich verstehe, was das System tut und es nach meinen Regeln handelt. Darin liegt die Stärke von KI: Sie erledigt Wiederholbares nach klaren Prinzipien genauer, als ein Mensch es könnte. Bedingung ist, dass es nachvollziehbar bleibt. Bei uns führt deshalb kein Mensch mehr die Gespräche mit den Mitarbeitenden, sondern ein KI-Agent, der darauf trainiert wurde, mit allen ein echtes Interview zu führen. Wir geben die Durchführung ab, nicht die Verantwortung.»
«AI analysiert grosse Mengen an Bild-, Klinik- und Prozessdaten, erkennt Muster frühzeitig und kann so Hinweise auf Krankheiten bereits in einem früheren Stadium liefern. Dadurch werden Diagnosen und Therapien präziser und schneller. Doch Prognosen sind keine Entscheidungen: Klinische Fachkräfte müssen die Ergebnisse mit medizinischer Expertise, individuellen Symptomen, Patientensituation und Empathie verbinden. AI unterstützt den Menschen und ermöglicht eine frühere, fundiertere und patientenzentrierte Versorgung»
Wie sicher ist der Life-Science-Vorsprung der Schweiz aus Deiner Sicht? Wir freuen uns auf Deine Perspektive – in den Kommentaren zum passenden Beitrag auf LinkedIn oder direkt an einem unserer Events.
Vertiefe das Thema live: am Zuger Innovationstag am 15. September.
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