Rigid processes, huge batches, long lead times: this is how pharmaceutical production used to work. But today’s market demands something different, from flexible campaigns right down to batch size one. How can the balance be struck between the highest standards of safety and maximum flexibility? It was precisely this question that the tfz Pharma Cluster Insights event addressed on 25 June 2026 at Biogen Switzerland AG in Zug.
Wenn Versorgungssicherheit zur Systemfrage wird
Christian Beyer, Technology Platform Leader für Bioprozesstechnik am CSEM, machte den Ernst der Lage deutlich: Die Nachfrage nach Biologika wächst, während klassische Batch-Produktion teuer bleibt und sich nur schwer an wachsende, variablere Bedarfe anpassen lässt. Die Folge zeigt sich bereits heute: Lieferengpässe bei Arzneimitteln blieben 2024 ein ernstes Risiko für die öffentliche Gesundheit, mit anhaltenden Qualitätsproblemen und Kapazitätsengpässen bei Herstellern.
Seine Antwort darauf: perfusionsbasierte Produktionsverfahren. Sie versprechen mehr Flexibilität, einfacheres Scale-up und höhere Produktivität, und damit mehr Resilienz in der Lieferkette.
Besonders eindrücklich zeigte Christian Beyer den Weg dorthin: von automatisierter über adaptive bis hin zu autonomer Bioprozesssteuerung. Während heute viele Anlagen noch nach festen Plänen arbeiten, lernen adaptive Systeme bereits aus Daten und passen Experimente laufend an. Die nächste Stufe geht noch weiter: Systeme, die selbst Ziele setzen, Experimente gestalten und sich kontinuierlich selbst optimieren, mit immer mehr Autonomie und immer weniger menschlichem Eingriff im Tagesgeschäft.
Kleine, parallele Experimente in Deep-Well-Plate-Systemen sind ein zentraler Schlüssel zu schnellerem Lernen, weniger Materialeinsatz und höherem Durchsatz. Wie genau sich das in der Praxis umsetzen lässt und welche Rolle Sensorik und KI dabei spielen, das blieb exklusiv den Teilnehmenden vor Ort vorbehalten.
François Carruzzo – Co-founder & CTO von Bioscibex, brachte die Theorie auf den Boden der Praxis. Ihr Start-up hat eine Lösung entwickelt, die in der Bioproduktion beeindruckende Zahlen liefert: sechsmal weniger manuelle Arbeit, 50 % günstiger und 25 % schneller.
Genau diese Kombination aus Effizienz und Geschwindigkeit zeigt, wie schnell sich smarte Technologien heute schon in der Praxis auszahlen können. Wie Bioscibex das konkret löst, blieb exklusiv den Teilnehmenden vor Ort vorbehalten.
Frauke Schapmann, General Manager bei Biogen Switzerland & Austria, ordnete die Diskussion in einen grösseren Kontext ein. Als international tätiges Unternehmen mit Schweizer Wurzeln und Fokus auf seltene Krankheiten setzt sich Biogen aktiv für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem ein, ein Engagement, das weit über die eigene Produktion hinausreicht.
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